WordPress: Ohne Gzip Plugin die Kompression aktivieren – Macht die Seite gleich richtig flott

Eine schnelle Internetseite ist das A und O um Besucher glücklich zu machen. Lädt eine Seite auch nur ein paar Sekunden, kann es in der heutigen Zeit schon einmal passieren, dass der Besucher das Fenster auch schon wieder zu gemacht hat. Ich selber mach das ebenfalls, wenn eine Seite mehr als 5 Sekunden zum Laden bzw. Verbinden braucht. Auf meiner aktuelle WordPress Installation habe ich das WordPress Theme Good News installiert, das mich sehr viele Sachen anpassen lässt, leider ist die Startseie  mit 1,6 MB doch recht groß, entsprechend habe ich es mir vorgenommen diese ein wenig zu verkleinern.  Gzip Plugin oder nicht ?

Plugin oder kein GZIP Plugin das ist hier die Frage

Wenn es nicht unbedingt nötig ist, benutze ich in der Regel auch kein Plugin und versuche ein Problem mit den gegebenen Möglichkeiten zu lösen. Was die Kompression der Website angeht, so gibt es einen relativ einfachen Weg, der bei WordPress eingebaut ist die Kompression zu aktivieren und die Seite dadurch etwas kleiner zu machen. Zuerst muss man auf die geheime Optionseite gehen, die eigentlich alle WordPress Installationen haben. Aus dem Dashboard kommt man da nicht direkt drauf viel mehr muss man direkt auf Options.php zugreifen. In meinem Fall war dies http://bulaland.de/wp-admin/options.php . Ihr müsst natürlich bulaland.de durch eure eigene Internetadresse ersetzten.

Nachdem man die Seite aufgerufen hat, kommt eine riesiglange Liste mit verschiedenen Parametern, die man einstellen kann. Um die Sache etwas zu beschleunigen am besten die Suchfunktion mit STRG+F nutzen und nach GZIP suchen.

wordpress_options_gzip
Dort ist der Wert für die GZIP Kompression standardmäßig auf 0 gestellt. Stellt man diesen auf 1, dann kann es sein, dass die Kompression bereits aktiviert ist. Unter http://www.gidnetwork.com/tools/gzip-test.php kann man das dann auch gleich testen. Einfach die Adresse eingeben und schon sieht man, ob die GZIP Kompression aktiviert ist. Bei mir hat das leider nicht so ganz funktioniert, deswegen musste ich zu einer weiteren Maßnahme greifen und zwar die .htaccess Daten bearbeiten. Entweder macht man das direkt auf dem Webspace und bearbeitet dort die Datei oder man nutzt einWordpress Plugin, das man zum Beschreiben der .htaccess Datei nutzen kann. Da ich eh WP Seo von Yoast einsetze, kann ich die Datei dort ganz einfach ändern, um ohne GZIP Plugin die Kompression zu aktivieren.

Egal wie man es macht, aber den folgenden Text muss man dann in die .htaccess Datei kopieren und schon sollte die GZip Kompression funktionieren.

AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript
AddType x-font/otf .otf
AddType x-font/ttf .ttf
AddType x-font/eot .eot
AddType x-font/woff .woff
AddType image/x-icon .ico
AddType image/png .png

wordpress_gzip_kompression

Nach der GZIP Kompression

Fazit

Bei mir hat es innerhalb von ein paar Sekunden funktioniert. Nachdem ich den GZip Test nochmal durchgeführt habe, wurde mir eine Kompression von 82% bescheinigt. Die Seite war dann statt 1.6 MB nur noch 1.3 MB groß.  Nicht schlecht dafür, dass die Option eigentlich bei WordPress schon integriert ist.

Man muss hier aber betonen, dass es durchaus vorkommen kann, dass der Anbieter, den man für seine WordPress Installation nutzt, keine Gzip Kompression unterstützt. Da muss man dann doch zu anderen Mitteln wie z.B. einem Gzip Plugin greifen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Maltris, der diesen Tipp auf seiner Seite umschrieben hat.

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Baujahr 1982 in Darmstadt – von klein auf am Rechner und an der Konsole – E-Sports Vergangenheit – 5 Jahre Informatik Studium, 3,5 Jahre Informationsrecht – mittlerweile was seriöses studiert und verdinge mich als Leiter Lizenzmanagement bei einem Automobilzulieferer in Gelnhausen.

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2 Comments

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    Alexander Langer

    Die Methode über das Backend die Komprimierung zu aktivieren ist für die meisten Anwender die einfachste. Dabei wird dann wohl in der Regel der Outpupt im PHP-Modul gepuffert, komrpimiert und ausgeliefert. Ich habs ähnlich wie in deiner Alternative immer so gehalten die GZ-Komprimierung über den Apache erledigen zu lassen.

    In 99% der Fälle läuft das über die .htaccess. Wer ganz pedantisch ist und Herr über seinen Server, der kann den Inhalt der .htaccess auch hart in seine Apache-Konfig, z.B. in die VirtualHost-Sektion setzen und die .htaccess der Website löschen. Hintergrund ist, dass die .htaccess-Dateien bei jedem Aufruf gecheckt und geparst werden, während die Serverkonfig nur beim (re-)Start oder Reload verarbeitet wird.

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