Wie eine Nacht alles verändert – Vom Nerd zum Papa werden

Momentan fühle ich mich als hätte ich gerade eine 5 Tage LAN Party hinter mir. Der einzige Unterschied ist aber, dass ich diesmal nicht 5 Tage durchgezockt habe und mich dabei ausschließlich von Cola und Pizza ernährt habe, sondern die Geburt unserer Tochter Amaja Lou mitgefiebert habe und das Papa werden endlich abgeschlossen ist. Ich muss sagen seitdem hat sich doch einiges geändert. Am interessantesten ist die Tatsache, dass gewisse Sachen, z.B. das neue iPhone, Terror in der Welt, Krieg, schlagartig überhaupt nicht mehr interessant sind, sondern ich momentan Stunden lang damit beschäftigt bin Babyforen zu wälzen und mich zu verschiedensten Babythemen einzulesen.

Die eigentliche Geburt

Die eigentliche Geburt hat erstmal sehr unspektakulär angefangen. Morgens kamen die ersten leichten Wehen und haben sich nur langsam gesteigert. Der Muttermund war ebenfalls noch nicht sehr weit offen, also haben meine Frau und ich so den ein oder anderen Spaziergang gemacht und die letzten Stunden in Zweisamkeit genossen. Gegen Abend wurden die Wehen dann doch etwas stärker, aber beim Muttermund wollte sich einfach nicht viel tun.

An dieser Stelle noch zwei Bilder von den ganze CTGs, die wir im Laufe des Tages gemacht haben. Besonders für die Männer, die dabei sind, ist es gut zu wissen, dass hier die Herztonfrequenz von Mutter und Kind angezeigt werden. Viel interessanter ist aber die Stärke der Wehen, da sich das unmittelbar auf das Gesicht der Mutter auswirken wird. Beim ersten Bild ging es gerade noch los, da ging die Stärke so auf 20-30 hoch. Das war bei meiner Frau da gerade mal ein unangenehmes Ziehen im Unterlaib. Ein paar Stunden ist das dann auf 50 und auf 70 hoch gegangen, wo es dann richtig übel wird. Die Wehen dauern dann auch länger an und spätestens dann ist es wichtig, dass an mit seiner Frau zusammen etwas atmet, um sie vom Schmerz abzulenken. Hier habe ich dann auch keine Bilder mehr gemacht, da ich damit beschäftigt war meine Frau abzulenken. So ganz geklappt hat es nicht.

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Auf jeden Fall gab es dann später eine PDA, um die Schmerzen zu lindern. Eine PDA ist eine lokale Betäubung und sorgt dafür, dass man die Wehenschmerzen besser ertragen kann. Die Wehen selber sind aber weiterhin noch da. Bei einer normalen Dosis kann man vom Wehenwert so 80 Punkte abziehen und dann hat man ungefähr das was bei der Frau noch ankam. Schlimm war es am nächsten Morgen als die Dosis dann langsam reduziert wurde und die Schmerzen wieder spürbar waren. Hier war die Wehenstärke bereits auf 100+ angestiegen. Mir wurde von der Hebamme gesagt, dass das bis 120 gehen kann, aber die Presswehen haben wir nicht mehr erlebt, weil es dann einen Kaiserschnitt gab. Zu dem Zeitpunkt waren wir dann beide froh, dass es endlich vorbei war. Nachdem wir dann das erste Mal unsere Tochter gehört haben, waren wir fix und fertig, aber glücklick.

Vom Schreibtisch zum Wickeltisch

Mittlerweile sind wir nach einigen Tagen Krankenhausaufenthalt wieder daheim und irgendwie habe ich mir das Papa werden genau so vorgestellt. Mein Schreibtisch und meinen PC habe ich auch weiterhin noch, aber ich verbringe mehr und mehr Zeit jetzt ein Zimmer weiter, wo unser Wickeltisch steht. Anfangs dachte ich noch, dass mich das Geschrei der Kleinen dann doch arg stressen wird, aber momentan hört sich es für mich immer noch an wie Musik. Bin selbst überrascht wie wenig mich das stresst. Immerhin geht es dem Kind ja gut, wenn es noch schreien kann und eine volle Windel oder ein knurrender Magen hat noch nie jemanden umgebracht.

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Fazit zum Papa werden

Tja nun ist der kleine Racker da und ich würde Sie gegen nichts in der Welt eintauschen wollen. Wir haben schon die erste heftige Nacht daheim hinter uns, aber trotzdem freue ich mich immer wieder, wenn Sie mich mit ihren großen Augen anschaut. Und wenn dann so ein Bild entsteht, dann schmelze ich wie Butter in einer heißen Pfanne. 🙂

In diesem Sinne, stay tuned für haufenweise Baby-Produkte Reviews, die in den nächsten Tagen losgehen werden. Wenn sich diese Baby-Produkte mit einem Smartphone koppeln lassen, werde ich da natürlich einen besonderen Blick drauf werfen. 🙂

An dieser Stelle noch eine kleine Info. Mein Blog Bierundbabies habe ich doch wieder auf Eis gelegt und werde stattdessen hier in der Kategorie Bier und Babys weiterberichten. Irgendwie ist mir das dann doch zu aufwendig eine extra Seite pflegen zu müssen.

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About The Author

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Baujahr 1982 in Darmstadt - von klein auf am Rechner und an der Konsole - E-Sports Vergangenheit - 5 Jahre Informatik Studium, 3,5 Jahre Informationsrecht - mittlerweile was seriöses studiert und verdinge mich als Leiter Lizenzmanagement bei einem Automobilzulieferer in Gelnhausen.

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7 Comments

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    Phadda

    Nerdsprache …
    Gratz zum Level Up 😀

    Und Papa werden geht jetzt erst los 😉 Die ersten Level sind sicherlich schnell gemeistert, doch dann geht das Grinden los und dann wird es bestimmt zäääähhh 😛

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    Steffi

    Habe es gerade gestern Abend gehört – Herzlichen Glückwunsch an dich und deine Frau! Ich wünsche euch viel Spaß und Kraft in den nächsten Wochen und drücke euch natürlich die Daumen, dass ihr ein Sonnenschein-Kind habt, das kaum schreit 🙂

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      Ioannis "Oberbula" Thomas

      Vielen Dank. Die nächsten Wochen/Monate/Jahre werden auf jeden Fall sehr interessant. Ob es ein Sonnenschein-Kind ist, kann man jetzt noch nicht sagen. Gerade Nachts mutiert das kleine Ding immer zu einem Werwolf un heult dann rum. Tagsüber sieht die Sache da schon etwas entspannter aus. 🙂

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    Christian

    Eine neue Erdenbürgerin! Und dann noch so eine Schönheit!
    Wenn das Baby nachts viel schreit, ist es ein gesundes und willensstarkes Kind.
    Das haben Wissenschaftler herausgefunden.
    Das Baby will so die Eltern daran hindern, ein Geschwisterchen zu zeugen.
    Nur so kann es sicher sein, dass es die ganze Versorgung und Nahrung bekommt und im ersten Jahr die Nummer Eins ist.
    Soll eine Evolutionstheorie sein, falls Euch das hilft 🙂

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      Ioannis "Oberbula" Thomas

      Die Theorie habe ich auch schon gelesen. Stören tut mich das Geschrei aber nicht. So ist das nun mal, wenn man in eine neue Welt kommt und nichts kennt. Soll die Kleine sich ruhig austoben. Notfalls gibt es ja Kopfhörer und Musik 🙂

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