Tschüss Samsung, Hallo LG: LG G6 Dual-Sim Review

Von der neuen Flaggschiff Generation habe ich ja bereits das Huawei P10 und das Samsung Galaxy S8 im Einsatz gehabt. Nachdem es dann letztens eine Aktion bei Ebay für das LG G6 Dual-Sim zum Preis von 379 EUR gab, konnte ich nicht mehr widerstehen und habe zugeschlagen. Eine Woche ist das jetzt im Einsatz und ich vermisse mein Galaxy S8 überhaupt nicht. Ok das stimmt nicht ganz. Bei einer Sache muss man doch Abstriche machen, aber dazu dann später mehr. An der Stelle der Hinweis, dass das LG G6 Dual-Sim fast identisch zur europäischen Version des LG G6 ist. Unterschiede sind hier 64 statt 32 GB internen Speicher, Dual-SIM mit Hybrid MicroSD Slot statt Sim + MicroSD Slot und der Quad DAC Audiochip für besseres Musikvergnügen ist hier ebenfalls enthalten.

Lieferumfang

In der Box des LG G6  gibt es keine großen Überraschung. USB Type-C Kabel, Ladegerät, SimTray Tool, Papierkram und die LG Earphones. Da es sich um die Korea Version des LG G6 handelt, hat mir der Händler noch einen EU Adapter mitgeschickt. Mittlerweile fliegen bei mir daheim aber soviele QuickCharge Ladegeräte rum, dass ich dafür eh keine Verwendung habe.

Specs

Was die Specs angeht möchte ich nicht all zu viel sagen, da es gefühlte 100 Videos zu dem Thema gibt.

  • IPS Display mit 1440 x 2880 Pixel 
  • Gorilla Glas 3 vorne, Gorilla Glas 5 hinten
  • Qualcomm Snapdragon 821
  • RAM: 4 GB, Interne Speicher: 64 GB (52 GB etwa frei nach Start)
  • MicroSD Erweiterung oder Dual-Sim
  • NFC / Bluetooth 4.2
  • Aux / Quad DAC Audiochip
  • 3.300 mAH Akku mit QuickCharge 3.0
  • USB Type-C (2.0)
  • Fingerabdruckscanner hinten
  • IP 68 zertifiziert

Display

Beim dem Display des LG G6 handelt es sich ausnahmsweise mal um kein AMOLED Display. LG hat hier ein IPS Display mit 5.7 Zoll und einer Pixeldichte von über 560 ppi verbaut. Auf den ersten Blick bekommt man hier feine Qualität. Farben sind echt und nicht überladen, Blickwinkel sind stabil und auch sonst sieht man nirgendswo irgendwelche Pixel. In Sachen Helligkeit kommt das LG G6 aber schnell an seine Grenzen, wenn man es mit dem Samsung Galaxy S8 vergleicht. War ich bei Autohelligkeit mit meinem S8 bei 30-40% Helligkeit, sind es mit dem LG G6 eher 60-70%. Ist man erstmal draußen läuft das LG G6 dauerhaft mit 100% damit man noch irgendwas erkennen kann. Ok momentan ist auch noch die Schutzfolie vorne drauf, die auch noch etwas von der Helligkeit abziehen soll.

Auch LG setzt hier auf ein 18:9 Bildformat, was bei optimierten Apps und Videos durchaus ganz nett ist, aber in meinen Augen wieder in die Rubrik „Braucht kein Mensch“ rutscht. 🙂

Insgesamt aber ein Display über das man sich nicht beklagen kann.

Performance

Mit dem Qualcomm Snapdragon 821 musste LG G6 hier auf ein „altes“ CPU Modell zurückgreifen, was aber im Alltag überhaupt keinen Unterschied macht. Schon der Snapdragon 820, der im OnePlus 3 oder Galaxy S7 verbaut ist, hat auch heute noch mehr als genug Power für alle Smartphone aufgaben. Gebündelt mit 4 GB RAM konnte ich hier in keiner Situation irgendwelche Mikroruckler, übertrieben lange Ladezeiten oder sonstige Probleme wahrnehmen. Das Limit ist auch hier die eingesetzte Oberfläche und die Einstellung hinsichtlich der Animationsgeschwindigkeiten.

Kamera

LG  hat auch beim LG G6 das DualCam Setup vom LG G5 weitergeführt. Die „normale'“ Kamera mit 13 MP, f/1.8 Blende, Auto-Fokus und OIS Bildstabilisierung sorgt mit 75 Grad für den normalen Blickwinkel, während die Weitwinkel Kamera mit 13 MP und f/2.4 Blende dafür sorgt, dass man mit den 135 Grad auch mal etwas mehr vor dem Smartphone aufs Bild bekommt. Gerade diese Funktion benutze ich regelmäßig und bin begeistert was man da noch rausholen kann.

Von der Bild und Videoqualität (4k in 30 FPS) bekommt man hier Premiumqualität. Bei guten Lichtverhältnissen erhält man schöne kräftige Farben und kaum Überbelichtung. Der AutoFokus flutscht flink und funktioniert in 99% der Fällen. Wenn die Lichtverhältnisse schlechter werden, verschlechtert sich die Performance des LG G6. Das Lichtrauschen fängt relativ früh an und manche Bilder sehen etwas zu stark überbelichtet aus. Auch der AutoFokus macht hier etwas häufiger Problem. Allerdings sind auch das Luxusprobleme und die meisten Nutzer werden mit den Ergebnissen mehr als zufrieden sein. Allein bei ganz schlechten Lichtverhältnissen vermisse ich mein Samsung Galaxy S8 manchmal. Das konnte da doch noch eine Spur mehr rausholen und für weniger Lichtrauschen sorgen.

Bei der Frontkamera scheint es als hätte LG die Lust verloren oder das Budget war alle. Die Kamera finde ich vergleichsweise mies mit ihren 5 MP. Sie macht ordentliche Selfies und auch die 1080p Videos sind ok, aber definitiv nix mit dem man großartig angeben wollen würde. Bei schlechten Lichtverhältnissen sieht es dann entsprechend aus. Erwartet hier nicht zuviel, aber für etwas Videotelefonie und ein paar Schnappschüsse reicht es.

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Akku

Der 3.300 mAh Akku ist leider nicht austauschbar, bringt einen aber in der Regel ohne Probleme über den Tag. Das Batteriemanagement ist vergleichbar mit dem Galaxy S8, aber definitiv schlechter als bei meinem Huawei P10. Dank QuickCharge 3.0 kann das Gerät schnell aufgeladen werden und macht auch keine Probleme, wenn das Display an ist. Mein Galaxy S8 hat hier regelmäßig QuickCharge verweigert, was hier zum Glück nicht der Fall ist. QiCharging gibt es leider nur in der US Version.

Fingerabdruck

Der Fingerabdruckscanner des LG G6 ist auf der Rückseite mittig unter den Kameras platziert. Dieser fungiert auch gleichzeitig als Power- und Sperrbutton. In der Regel kommt man hier komfortable ran und das Entsperrgeschwindigkeit ist top. Allein das Huawei P10 hatte ich hier einen Ticken besser in Erinnerung. Insgesamt eine schöne Usererfahrung so wie ich mir das vorstellen.

Lautsprecher & Aux

Etwas besser als der Lautsprecher vom S8, aber immer noch kein Premiumlautsprecher mit dem man eine Party beschallen könnte. Bis 80% Lautstärker hört sich der Ton noch klar an, aber danach wird es doch manchmal etwas metallig. Wenn ich 750 EUR für das Smartphone bezahlt hätte, würde ich mich ärgern. Bei 380 EUR bin ich aber mehr als zufrieden damit. Ach ja ein Aux Anschluss ist auf der Oberseite auch noch verbaut. Dank das Quad DAC Audiochips soll das nochmal für besseren Klang sorgen. An der Stelle der Hinweis, dass man den QDAC Chip an und ausschalten kann, sobald ein Stecker im Auxanschluss drinsteckt. Ich persönlich kann da aber nicht wirklich einen Unterschied wahrnehmen. Der Ton ist toll, das steht außer Frage, aber vermutlich muss man hier wieder ein Musikenthusiast sein, wenn man das Maximum aus der Musik herausholen möchte. Bei meinem Streaming über Spotify in höchster Qualität reicht es auf jeden Fall. 🙂

Fazit

Bin freiwillig vom Samsung Galaxy S8 auf das LG G6 umgestiegen und das muss ja schon was heißen. Im Alltag macht das LG G6 einfach den runderen Eindruck. Keine komischen runden Displays, die regelmäßig nerven. Display und Kameras sind Top, Performance ohne Probleme und das für einen Preis zu dem man sich nicht beklagen kann. Die deutsche Variante des LG G6 kriegt man mittlerweile für ca. 400-420 EUR.

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Baujahr 1982 in Darmstadt - von klein auf am Rechner und an der Konsole - E-Sports Vergangenheit - 5 Jahre Informatik Studium, 3,5 Jahre Informationsrecht - mittlerweile was seriöses studiert und verdinge mich als Leiter Lizenzmanagement bei einem Automobilzulieferer in Gelnhausen.

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3 Comments

  1. avatar
    Karsten

    Klasse Video wie immer. Daumen hoch. Das G6 sieht schick aus. Auch von den Hardware performance ist das Handy wirklich eine Empfehlung wert. Ich selber habe das Moto G5 plus und warte auf den Nachfolger Moto G5s plus weil mich das Handy mit seinen erweiterbaren Modulen interessiert hat und ich würde mir mal wünschen ob es möglich ist dass du dazu für andere mal ein Video machst weil die Erweiterbarkeit mit solchen Modulen das Moto G5 Plus oder Moto G5 plus doch eine interessante Sache ist die nicht viele Handys bieten zumindest sind mir keine bekannt. Vom Display her können die beiden natürlich nicht mit der Oberklasse von Samsung oder LG oder iPhone mithalten aber vom Preis her sind die Handys für unter 300 € wirklich mal ein Blick wert und ich würde gerne mal wissen was du über die Moto G Serie denkst. Ich wünsche dir im voraus für dich und deine Familie ein schönes Wochenende… Bis dahin und Daumen hoch für dich.

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      Karsten

      Schreibfehler… Sorry..naja Alltagsstress …. Mist wie konnte ich mich nur verschreiben… Naja egal…Moto G5 plus hat ja keine aufsteckmodule… Sondern Moto Z…

      Wollte aber mal wissen was du so über das Moto G5 plus denkst… Ist für die Mittelklasse doch ein guter Wurf..

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      Ioannis "Oberbula" Thomas

      Die Moto G Serie ist durchaus zu gebrauchen. Ist halt nicht mehr so günstig wie die ersten Modelle waren. Damals war das wirklich eine günstige Alternative. Im MidPrize Segment gibt es ja mittlerweile mehr als genug Alternativen.

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