TP-Link Mini TL-PA411: Das Stromnetz als Netzwerkkabel – Powerline richtig einrichten

Das Heimnetzwerk schnell und einfach vernetzen ist immer so eine Sache. Hat man einen gescheiten Router kann man immerhin schon einmal fleißig Netzwerkkabel durch die Wohnung verlegen. Mit einem modernen Router schafft man so problemlos 1 Gbit/s Übertragungsraten, dafür hat man dann ein riesigen Kabelsalat quer in der Wohnung rumliegen. Nicht ganz so schnell aber viel eleganter ist das heimige WLAN-Netzwerk. Kabelsalat hält sich da in Grenzen, meist ist die Übertragungsgeschwindigkeit aber bei 100-300 Mbit/s begrenzt. Hat man dann noch veraltete Hardware und etwas dickere Wände so kann es scho einnmal vorkommen, dass man nur 10-20 MBit/s hinbekommt. Gerade wenn man dann eine 50.000 er Leitung daheim hat, ärgert man sich dann, dass der Flaschenhals das WLAN ist. Ein schöne Zwischenlösung sind die Powerline Adapter, die es ermöglichen das hauseigene Stromnetzwerk als Datenübermittler für PC und Co umzurüsten. In meinem Fall habe ich mich für Powerline entschieden, da die WLAN Verbindung zu meinem Samsung TV im Wohnzimmer doch immer wieder gestört ist und dann es bei Filmen zu Rucklern kommt. Da ich auch nicht viel Geld ausgeben wollte fiel für mich die Wahl auf TP-Link, wo ich bisher schon sehr gute Erfahrung mit Routern und WLAN Dongles hatte. Genau genommen entschied ich mich für das TP-Link Mini TL-PA411 AV500 Powerline-Adapter Starter Kit, das ich dank Warehouse Deal für 30 EUR erwerben konnte.

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TP-Link Mini TL-PA411 AV500 Ausstattung

Die Ausstattung des TP-Link Powerline Starter Kits beinhaltet zwei Adapter, 2 kurze Netzwerkkabel, eine Installations-CD und ein Quickguide. Mehr benötigt man auch nicht, da sich die ganze Sache doch recht einfach installieren lässt.
Bei den TP-Link Powerline Starter Kits gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann sich für 200 oder 500 Mbit entscheiden. Dann gibt es noch die Powerline Adapter in drei verschiedenen größen, von klassisch groß, über Mini, bishin zu Nano. Teilweise haben diese noch im Adapter eine Steckdose damit auch ja keine Steckdose verloren geht. Ich habe mich für die klassische 500 Mbit Variante entschieden. Gutes Aussehen wird überbewertet. 😉

Die Powerline Installation

Die Installation von Powerline Adapter ist auf den ersten Blick relativ einfach. Die Probleme liegen im Detail, dazu aber später mehr. Die grundlegende Installation verlief nämlich kinderleicht. Powerline Adapter an die gewünschte Stelle platzieren, LAN Kabel rein und schon war man fertig. Sofort stand die Netzwerkverbindung und ich konnte von meinem Samsung UE40ES6100 problemlos auf meinen Qnap TS-212 NAS Server zugreifen und das in Topgeschwindigkeit. Dummerweise konnte das dann aber auch das restliche Haus. Es wird zwar in der Regel gesagt, dass das Heimnetzwerk beim Stromzähler ändert, aber ich denke mal das trifft nur für Neubauten zu. Bei unserem Haus konnte ich in meiner Fritzbox sofort sehen, dass das WG Netzwerk ebenfalls verbunden war. Die haben sich wohl auch nicht soviele Gedanken deswegen gemacht. 😉

Das Heimnetzwerk sichern

Nun wollte ich nicht, dass die ganzen Nachbarn auf meine Bilder Zugriff haben, entsprechend mussten die Powerline Netzwerkeinstellungen angepasst werden. Hierzu installiert ich das mitgelieferte Powerline Utility Programm. Mit diesem simplen Programm kann man problemlos die Einstellungen an den Powerline Adaptern vornehmen. Einer meiner beiden Adapter wurde auch prompt erkannt. Wichtig ist, dass man sich das Passwort aufschreibt, das auf den beiden Powerline Adapter draufsteht. Jeder Adapter hat hier ein anderes Passwort. Da standardmäßig bei allen Powerline Adapter das HomePlugAV Netzwerk ist, musste man diese Voreinstellung bei beiden Adaptern ändern. Zuerst ändert man auf dem erkannten Adapter den Namen. In meinem Fall habe ich hier Bulaland ausgewählt. Nach dem Klick auf Apply verschwinden alle sonstigen Powerline Adapter, die man vorher im Network Bildschirm gesehen hat.

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Um den zweiten Powerline Adapter zum Netzwerk hinzuzufügen muss man dann auf dem Network Bildschirm auf Add klicken und dort ein neues Gerät hinzufügen. Wichtig ist hier, dass der Name komplett frei gewählt werden kann. Dies ist nur um die Adapter wieder zuerkennen.  Nun gibt man das Passwort ein, das auf der Rückseite des zweiten Adapters steht und zack schon ist auch dieser Adapter im neuen Netzwerk. Schon ist das Netzwerk wieder abgesichert und man hat keine heimlichen Besucher bei sich im Stromnetz. 😉

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Performance des TP-Link Mini TL-PA411 Av500

Die Performance des Powerline Adapters von TP-Link hat mich wieder in keiner Sekunden enttäuscht. Simpel, einfach gehalten und schön schnell. So muss es sein. Hat man dann auch noch einen Gigabit Port am Router frei, dann flutsch das in voller Geschwindigkeit. Ansonsten muss man sich halt mit 100 Mbit zufrieden geben, was aber auch noch ganz nett ist. HD Videos kann ich in 1080p problemlos auf auf dem Samsung TV streamen. Allein beim Rumspielen im Mediaplayer des Fernsehers konnte man schon sehen wieviel schneller alles läuft im Vergleich zur alten WLAN Verbindung.

Fazit

Die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt. Für 30 EUR habe ich mir mit dem TP-Link Mini TL-PA411 eine Menge Stress mit LAN Kabel erspart. Die Installation war kinderleicht, allein herauszufinden wie das System mit dem Heimnetzwerk abzusichern ist war etwas tricky. Hier hätte ich mir dann doch etwas genauere Informationen im Quick Guide gewünscht. Ansonsten bin ich rund um mit dem Gerät zufrieden und kann dieses nur wärmstens weiterempfehlen. Bisher habe ich keinen Grund gesehen zur teuren Konkurrenz von Devolo, Netgear oder AVM zu greifen.


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Baujahr 1982 in Darmstadt - von klein auf am Rechner und an der Konsole - E-Sports Vergangenheit - 5 Jahre Informatik Studium, 3,5 Jahre Informationsrecht - mittlerweile was seriöses studiert und verdinge mich als Leiter Lizenzmanagement bei einem Automobilzulieferer in Gelnhausen.

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