DJI Phantom 3 4K Review: Besser doch eine Advanced oder Pro

Seitdem ich mir die DJI Phantom 3 4K zugelegt habe, sind einige Flugstunden vergangen und ich konnte mir ein erstes Bild von der Performance dieser Drohne machen. Was soll ich sagen, DJI Drohnen sind erstmal sehr geil und kein Vergleich zu den anderen Drohnen, die man aus China so kaufen kann. Hier macht sich die Marktführerposition von DJI durchaus bemerkbar. Wie sieht es aber im Vergleich zu den größeren Brüdern in Form der DJI Phantom 3 Advanced und Pro aus?

Flugverhalten und Empfang

In Sachen Flugverhalten macht die Phantom 3 4K richtig Spaß. Flotte Bewegungen sind problemlos möglich und wenn man dann doch mal vom Gas geht, bleibt das Gerät dank GPS & Co fast sofort in der Luft stehen. So lobe ich mir das. In Sachen Reichweite und Empfang ist das Ergebnis eher durchwachsen. 100m hoch oder weit weg konnte ich schon fliegen, aber dann haben schon langsam die Bilderübertragungsprobleme angefangen und bei 120 m war dann doch der Empfang komplett weg und die Drohne ist per Return-To-Home heil zu mir zurückgekehrt. Hier macht sich dann doch die fehlende Lightbridge von der Advanced oder Pro Variante bemerkbar. Die Phantom 3 4K soll zwar rund 400 m schaffen, was von dem ein oder andere Piloten auch schon erreicht wurde, aber öfters hört man eher von den Probleme, die ich auch habe. Ich versuche die Drohne aktuell zurückzuschicken, um vielleicht doch ein Gerät mit etwas besseren Empfang zu erhalten. 200 m sollten dann doch drinnen sein. Dann hört es aber eh mit dem Sichtflug und dem legalen Fliegen auf.

Flugzeit

Mit ungefähr 25 Minuten gibt DJI die Flugzeit mit einem Standardakku für die DJI Phantom 3 4K an. Das kann ich insoweit auch guten Gewissens bestätigen. Hier ist zu beachten, dass schnelle Flugmanöver natürlich mehr Strom verbrauchen als nur das einfache schweben in der Luft. Das sollte aber jedem klar sein.

Kamera

Die 4K Kamera sorgt für saubere Fotos und Videos. Hier ist definitiv ein feines Stück Hardware verbaut. Dank des Gimbals gibt es hier auch keine Wackelbilder, die mich schon bei der ein oder anderen Drohne wortwörtlich zum kotzen haben gebracht 🙂 An der Stelle der Hinweis zur Datenübertragung. Versucht nicht die Videos über die DJI Go App herunterzuladen sondern holt die MicroSD Karte lieber raus und steckt sie in euer Notebook oder euren Rechner. Das geht wirklich um einiges schneller und einfacher. Wer keinen MicroSD Kartenleser hat sollte die paar Euro investieren. Glaubt mir es lohnt sich spätestens, wenn man versucht ein 4K Video zu übertragen. 🙂

DJI Go App

Die DJI Go App in ihrer aktuellen Version funtioniert einwandfrei und ohne Probleme. Hier sollte man nur beachten, dass man auch einen gescheiten GPS Empfang im Smartphone oder Tablet hat, da das dann bei der Positionsbestimmung und dem Return-Home durchaus Probleme bereiten kann. Gerade mit meinem Drillisch O2 Tarif hatte ich hier anfangs etwas Probleme. Ansonsten gab es keine Appstürze oder andere Probleme damit. Mittlerweile nutze ich ein Sony Z3 Compact Tablet als Videoübertragungsgerät und bin sehr zufrieden damit.

Fazit

650-700 EUR sind schon eine Stange Geld. Wer bereit ist soviel Geld für ein Spielzeug auszugeben, der sollte aber ruhig noch eine Schippe mehr drauflegen und sich eine Advanced oder Pro Variante der DJI Phantom 3 besorgen. Die Lightbridge sorgt für ein besseres Bild bei der Videoübertragung und insgesamt für mehr Reichweite und eine stabilere Verbindung. Der Mehrpreis sollte es einem Wert sein, selbst wenn mit der Advanced die Kamera etwas schlechter ist, wobei das kaum ins Gewicht fallen wird. Wer eh nur im Umkreis von 100m fliegen will, der wird mit der Phantom 3 4k auf jeden Fall seinen Spaß haben.

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Baujahr 1982 in Darmstadt - von klein auf am Rechner und an der Konsole - E-Sports Vergangenheit - 5 Jahre Informatik Studium, 3,5 Jahre Informationsrecht - mittlerweile was seriöses studiert und verdinge mich als Leiter Lizenzmanagement bei einem Automobilzulieferer in Gelnhausen.

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