54 Tage to Go: Babycheckliste – Kinderzimmer, Klamotten und Ausrüstung

Gestern hat die Schwangerschafts-App meiner Frau uns mitgeteilt, dass es noch 54 Tage bis zum errechneten Geburtstermin sind. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um mal zu überprüfen, ob man schon tatsächlich alles erledigt hat. Man weiß ja nie was man doch noch vergessen hat.  Vermutlich fällt das dann auch erst auf, wenn man im Kreissaal ist und die vor Schmerzen windende Frau nach einer PDA und dem Entbindungstape schreit. Mist da war doch was.

Kinderzimmer

Das Kinderzimmer ist für mich das klarste Signal gewesen, dass es jetzt losgeht. In unserem Fall wurde unser ehemaliges Zockerzimmer / Arbeitszimmer / Schminkzimmer umgeräumt. Alles was die Erwachsenen benötigen, kam dann ins Wohn- bzw. Schlafzimmer. Die Möbel, die dann auch noch nach der Geburt nützlich war sind dann doch drin geblieben. Am Ende ist nur ein Schrank, eine Kommode und ein Raumteiler im Raum geblieben.

Natürlich soll das vorher doch recht triste Zimmer kindgerecht gestrichen bzw. tapeziert werden. Meine Frau hat hier schon eine ganz genaue Vorstellung gehabt und die passende Papiertapete vom letzten IKEA Beutezug mitgebracht. Hier gleich ein Tipp an alle Männer, für die Tapezieren und Streichen eine Qual ist. Holt euch Hilfe oder lasst es machen. Ich bin prinzipiell auch einer von diesem Männern, die gewisse handwerkliche Sachen dann doch lieber vom Profi oder wenigstens vom Hobby-Baster, der Spaß daran hat, machen lassen. Ursprünglich wollten auch mein Schwager und meine Schwägerin das Thema übernehmen, aber wie es mal so ist, irgendwas kommt immer dazwischen. Also habe ich meiner Frau in meiner ganzen Männlichkeit gesagt. „Kein Streß Baby, ich mach das schon.“ Damals war ich noch hochmotiviert. Dummerweise habe ich mir dann auch genau das Wochenende ausgesucht, wo wir quer durch Deutschland Temperaturen von 35+ Grad hatten. Naja hat mich ja nicht umgebracht. Das Streichen ging noch, das Tapezieren brachte mich nach der halben Wand dann soweit, dass ich vollkommem entnervt bei Google nach „Tapezieren in Darmstadt“ gesucht hab. Am End ekam dann doch noch meine Frau dazu, hat mich etwas aufgebaut und dann haben wir das Projekt dann doch noch abgeschlossen.  Nochmal mache ich das aber auf keinen Fall . 🙂

Die Kinderbekleidung

Babys sind winzig, wachsen aber in einem rasanten Tempo. Bevor man sich wegen der Menge der Klamotten verrückt macht, einfach reinklotzen. Meine Frau hat sich ja ausgiebig mit verschiedensten Facebook Baby Gruppen auseinandergesetzt. Ansonsten sind wir noch auf dem ein oder anderen Babyflohmarkt gewesen, wo man Unmengen an Babysocke, Babystramplern, Babyhosen, Babyunterwäsche und sonstiges Babyzeugs bekommt. Schön daran ist, dass die meisten Eltern, die auf solchen Flohmärkten sind, verdammt verzweifelt sind und sich über jedes Teil freuen, das sie loswerden. Entsprechend bekommt man hier relativ günstig an Klamotten, die neu im Laden das 10 oder 20-fache gekostet hätten. Wer heute sicheinen S.Oliver Strampler für sein Baby holt und dafür 30-40 EUR bezahlt, hat entweder Kohle wie Heu oder einfach nur einen an der Klatsche. Produziert werden nämlich eh fast alle Textilien in China, Vietnam und Co und haben eine ähnliche Qualität. Wenn man dann auch noch gebrauchte Klamotten kauft, hat man den Vorteil, dass die Schadstoffe, die dort enthalten sein können, vielleicht schon das ein oder andere Mal weggewaschen werden.

Ansonsten ist zu beachten, dass man verschiedene Größen nimmt, da das Kind gerade am Anfang nur so durch die Klamotten Durchrattert. Bevor man Angst hat, dass man nach der Geburt ohne Klamotten da steht. Im Krankenhaus erhält man in der Regel immer ein kleines Basisset. Ein Kind muss also nicht komplett naggisch nach Hause. Trotzdem ist es von Vorteil, wenn man die ein oder andere Sache schon hat.

Die Ausrüstung

Neben den Klamotten sollte man sich ebenfalls Gedanken wegen der Ausrüstung machen. Ich denke da so an Kinderwagen, Kindersitze, Babyflaschen, Schnuller, Babybett etc.

Den Kinderwagen gab es per Facebook gebraucht aus Dritter Hand für 80 EUR. Natürlich kann man sowas auch neu Kaufen, kann dann aber schonmal über 1000 EUR bezahlen je nach Modell. Ein Kindersitz wurde ebenfalls gebraucht gekauft. Hier sollte man sich nur überlegen, ob man diesen mit dem Kinderwagen kombinieren möchte oder dort unabhängig davon nutzen möchte. Wir haben uns jetzt für zwei komplett voneinander unabhängige Modelle entschieden, insofern war uns das dann egal. Wichtig beim Gebrauchtkauf ist, dass der Kindersitz auf jeden Fall unfallfrei ist, da sonst evtl. im weiteren Unfall irgendwelche Teile abbrechen können und dann der Schutz für das Kind nicht mehr gewährleistet wird. In der Regel sind werdende Eltern, bei denen man diese gebrauchten Sitze kauft, aber recht vertrauenswürdige Menschen, die in solche Hinsicht niemals lügen würden und das Kind eines anderen dabei gefährden.

Ob ein Kind später mal Schnuller bekommen soll oder nicht, sollte man sich auf früh überlegen. Es gibt da die Verfechter, die dem Kind partout nichts in den Mund stecken wollen. Andere sehen das eher entspannt. Ich bin mit einem Schnuller auf die Welt gekommen und würde sagen, dass es mir nicht unbedingt geschadet hat, außer dass ich mir immer wieder die Story anhören muss, wie ich mit 7 Jahren noch aus der Flasche getrunken habe. Das würde ich glaube ich noch immer machen, weil es einfach so bequem ist, aber zurück zum Thema. 🙂 Auf jeden Fall habe ich schon von dem ein oder anderen Anti-Schnuller Kämpfer gehört, der dann nach den ersten schlaflosen Nächten doch zum Schnuller gegriffen hat und dies dann auch nicht mehr bereut hat. Disktutiert das Thema am besten gleich mal mit eurem Partner.

Die Milchversorgung des Neugeborenen muss ebenfalls sichergestellt werden. Im Normalfall kümmert sich die Mutter per Brust darum. Geht das aus irgendwelchen Gründen nicht, sollte man sich schon Gedanken für eine Alternative machen. Zum einen kann man dann per Milchpumpe doch noch an die normale Muttermilch kommen, ansonsten muss man dann auf die entsprechenden Ersatz-Muttermilchprodukte umsteigen, die man selbst zubereiten muss. Muttermilch ist hier definitiv bequemer, weil man sich hier keine Gedanken wegen der Zubereitung oder der Aufbewahrung machen muss. Interessant wird es hier nur dann, wenn die junge Mutter doch mal das Kind alleine daheim mit dem Vater lassen möchte. Dann schadet es nicht, die passende Menge an Muttermilch abgepumpt zu haben.

Last but not least das Thema Windeln. Die Kinder werden auf jeden Fall eine riesige Sauerei veranstalten, entsprechend gut sollte man sich vorbereiten und ausreichend Windeln und Spucktücher haben. Momentan habe ich hier noch keinen Favoriten was die Windeln angeht, aber ich werde da noch einen ausführlichen Testbericht schreiben, wenn ich das ein oder andere Produkt ausgetestethabe. Man sollte sich nur vorab Gedanken machen, ob man herkömmlichen Einweg-Windeln aus dem Handel benutzen möchte oder doch lieber Stoffwindeln, die man dann waschen muss. Ich bin ja eher ein Freund der Einweg-Windeln und das werden wir dann auch so erstmal ausprobieren. Zu beachten ist, dass man verschiedene Größen kauft, da das Kind ja auch schnell aus einer Größe herauswachsen kann.

Wie sieht es bei euch aus? Alles rechtzeitig besorgt oder wird noch alles auf den letzten Drücker gemacht ?

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Baujahr 1982 in Darmstadt – von klein auf am Rechner und an der Konsole – E-Sports Vergangenheit – 5 Jahre Informatik Studium, 3,5 Jahre Informationsrecht – mittlerweile was seriöses studiert und verdinge mich als Leiter Lizenzmanagement bei einem Automobilzulieferer in Gelnhausen.

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